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Warum unsere Bio-Rinder keine Klimakiller sind

Höchste Zeit zu zeigen, wie viel Nachhaltigkeit in unseren heimischen Kühen steckt.
von Lucas Palm
Kuh
© Canva

Das Rind hat es heute ganz schön schwer: Nicht nur stempeln es viele als Klimakiller unter den Nutztieren ab, auch sein Fleisch wird in Österreich weit weniger verzehrt, als das vor rund zwanzig Jahren noch der Fall war.

@ Pixabay/Peter Biela
Rinder auf der Alm

Doch beginnen wir mit etwas Grundlegendem: Kann man ein Tier per se überhaupt als Klimakiller bezeichnen? Natürlich nicht. Wie so viele andere Tiere sind Kühe ein wertvoller Teil unserer Biodiversität.

Kann man ein Tier per se überhaupt als Klimakiller bezeichnen? Natürlich nicht.

Dass ihnen das Image als Klimakiller verpasst wurde, liegt ausschließlich an uns Menschen. Schließlich sind wir es, die mit Rindern Massentierhaltung betreiben. Und diese hat bekanntlich wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Dabei hat Österreich eine vergleichsweise gute CO2-Bilanz, wenn es um die heimische Rindfleischproduktion geht. Ja, europaweit verzeichnet Österreich mit einem Ausstoß von 14,2 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Rinderfleisch den geringsten Ausstoß von Treibhausgasen.

3 Fakten über Rindfleisch

  1. Rindfleisch ist eines der eisenhaltigsten Lebensmittel der Welt. Mit rund 2,5 Milligramm Eisen pro 100 Gramm Fleisch fördert es die Blutbildung von uns Menschen erheblich.
  2. Rinder, die viel Gras essen, haben für uns Menschen ein gesünderes Fleisch. Es enthält die gesunde, ungesättigte Fettsäure Omega-3, die entzündungshemmend wirkt.
  3. Gegartes Rindfleisch enthält einen hohen Anteil an Vitamin B, Zink und Kupfer. Die Leber enthält außerdem beachtliche Mengen an Vitamin C! 

Der Schlüssel zur nachhaltigen Kuh

Das hat mehrere Gründe. Zum einen setzen viele Betriebe auf heimisches Futtermittel. Es muss also kein Sojakraftfutter aus Südamerika importiert werden, für das mehrere Tausend Hektar Regenwald fallen. Zum anderen gibt es in Österreich eine hohe Quote von 21 Prozent an Bio-Rinderhaltung. Und diese besagt, dass die Tiere ständigen Freigeländezugang brauchen. Genau hier liegt der Schlüssel zur nachhaltigen Kuh: Sie gehört – zumindest im Sommer – auf Wiesen. Oder wie wir in Österreich sagen: auf die Alm.  

Warum Österreichs Almen Rinder brauchen

Die Rinder brauchen die Alm, aber die Alm braucht auch die Rinder. Als grasende Wiederkäuer hegen und pflegen sie quasi die Almen wie von allein, indem sie an Grashalmen, Klee und Kräuter zupfen, sie damit wiederum zum Wachstum anregen und so die Biodiversität erhalten. Dazu muss man wissen: Intaktes Grasland speichert mehr CO2 als etwa Waldböden.

@ Pixabay
Kuh auf der Blumenwiese
Rinder auf der Alm tragen zur Bio-Diversität bei.

Was grasende Rinder also auf unseren Grasflächen leisten, hat mit einem ach so großen ökologischen Hufabdruck nichts zu tun. Und Klimakiller per sind sie schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass sie als Weidetiere im Grunde genommen gar nicht auf Getreide und sonst wie geartetes Futtermittel angewiesen sind.

Fest steht: Das Rind als Methan-furzendes und -rülpsendes Tier gibt es nur als überfüttertes Stallwesen in der Massentierhaltung, das mehrmals täglich mit Kraftfutter gemästet wird. 

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