Klimaneutralität bis 2040, steigende Anforderungen an Unternehmen, gesellschaftliche Veränderungen und die Frage, wie wirtschaftlicher Erfolg künftig mit ökologischer Verantwortung zusammengedacht werden kann: Die Herausforderungen sind bekannt. Weniger klar ist oft, wo jene Gespräche stattfinden, aus denen konkrete Lösungen entstehen.

Genau hier setzen die Zukunftsgespräche Ronthal an. Am 26. und 27. August treffen sich am Zukunfts Campus Ronthal in Niederösterreich 40 Vertreter:innen aus unterschiedlichen Branchen, um innerhalb von 24 Stunden an konkreten Geschäftsmodellen und Maßnahmen für ein regeneratives Wirtschaften zu arbeiten. Mit dabei sind Teilnehmer:innen aus Energiewirtschaft, Bauwesen, Landwirtschaft, Gastronomie, Industrie, Finanzwirtschaft und Politik.
Ein Gegenentwurf zur klassischen Konferenz
Die Zukunftsgespräche gehen bereits in die zweite Runde. Organisiert wird das Format von Sabine Hoffmann von The Tomorrow Tribe und Michael Friedmann vom Institute For Clean Technology. Anders als bei klassischen Fachkonferenzen stehen nicht Vorträge oder Podiumsdiskussionen im Mittelpunkt, sondern gemeinsames Arbeiten.
„Wir meinen, die Zeit ist reif für CoCreation auf Augenhöhe. Für Gespräche, bei denen auch wirklich was rauskommt.“

Statt in Kongresszentren treffen sich die Teilnehmer:innen am Lagerfeuer, im Wald, im Stadl oder an der Bar eines ehemaligen Kuhstalls. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und aus Ideen erste umsetzbare Prototypen entstehen zu lassen. „Wir meinen, die Zeit ist reif für CoCreation auf Augenhöhe. Für Gespräche, bei denen auch wirklich was rauskommt“, sagt Gastgeberin Sabine Hoffmann. Der ZukunftsCampus Ronthal biete Raum, um Zukunftsthemen nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern gemeinsam weiterzuentwickeln.
Sechs Zukunftsfelder im Fokus
Inhaltlich arbeiten die Beteiligten in interdisziplinären Gruppen an sechs Themenfeldern. Dazu zählen nachhaltiges und kreislauffähiges Bauen, dezentrale erneuerbare Energieversorgung, regenerative Ernährung, Kreislaufwirtschaft, demokratische Mobilisierung sowie die Verhaltenspsychologie hinter Klimaentscheidungen. Aus jeder Arbeitsgruppe sollen konkrete Maßnahmen für den jeweiligen Wirkungsbereich der Anwesenden hervorgehen.
„Regeneration ist kein Luxus, sondern der Raum, in dem Neues wirklich Wurzeln schlägt.“

Begleitet wird das Programm unter anderem von Gaumen Hoch-Gründerin Alexandra Seyer-Gmeinbauer.Verhaltensforscher Thomas Brudermann, Architektin Petra Van der Wielen, Energiegemeinschafts-Pionier Friedrich Strobl, Thinkubator-Mitgründer Bastien Huber sowie Stephanie Steyrer von Pioneers Of Change.
Regeneration als Arbeitsprinzip
Für Michael Friedmann liegt ein wesentlicher Teil des Konzepts im bewussten Innehalten. „Regeneration ist kein Luxus, sondern der Raum, in dem Neues wirklich Wurzeln schlägt“, sagt der Co-Host der Veranstaltung. Die Zukunftsgespräche sollen deshalb nicht nur Raum für fachlichen Austausch schaffen, sondern auch für Reflexion und Begegnung. Alles unter der Prämisse, einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen.

Wer die Plätze der 40 Entscheidet:innen einnehmen wird, steht derweil noch nicht fest. Vielmehr richten die Initiator:innen einen Aufruf an Interessierte. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis 30. Juni bewerben um am 26. und 27. August Teil der Gespräche am ZukunftsCampus Ronthal nahe Langenlois zu werden.

















