Der Morgen im Gourmet- und Genusshotel Bergergut beginnt entschleunigt: Das Genießer:innen-Frühstück aus der Haubenküche von Thomas Hofer steht unter dem Motto „Slow-Food statt Break-Fast“ und beinhaltet unter anderem die hausgemachten Holzofenbrote des Küchenchefs. Am Nachmittag kredenzt er süße Köstlichkeiten aus der eigenen Patisserie, abends serviert er mit seinem Team ein 5-Gänge-Gourmetdinner, alternativ ein „Topf & Brett-Gericht für 2“ oder à la carte.
Von Gault&Millau prämiert

Zu zweit, das ist im romantischen Adults-only-Hotel im oberösterreichischen Mühlviertel die Grundidee – getragen von einer Küche, die kürzlich von Gault&Millau ausgezeichnet wurde: Das Bergergut ist Gourmethotel des Jahres 2027, dank der mit drei Hauben prämierten Küchenlinie „Mühlviertler Mund.Art“ von Gastgeber und Chefkoch Thomas Hofer.
„Als ich nach der Preisverleihung in Wien auf den Zug zurück ins Mühlviertel wartete, spürte ich plötzlich große Motivation und Inspiration für die Zukunft“, sagt Eva-Maria Pürmayer, die das Bergergut in fünfter Generation gemeinsam mit Hofer führt. „Die Auszeichnung bestätigt uns darin, unserer Philosophie und unseren Werten treu zu bleiben und weiter innovative Ideen umzusetzen.“
Die Landschaft am Teller schmecken
Dazu gehören auch eine Portion Dankbarkeit und Demut für ein Team, das mit Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen gemeinsam durch dick und dünn gehe, und für die Lieferant:innen sowie Bäuer:innen aus der Region. „Ohne diese Partner:innenschaften ginge unser Konzept nicht auf“, so Pürmayer. „Thomas sagt immer: Man muss die Landschaft am Teller schmecken und spüren. Dazu braucht es die Produzent:innen, ihre Produkte, die Region und die Natur.“

Nichts wird verschwendet
So lebt der Chef in seiner Küche kompromisslos Regionalität und Wertschätzung für Mensch und Umwelt. Dazu gehört, dass er nach den Prinzipien „Nose to Tail“ und „Leaf to Root“ kocht: Ein Tier oder eine Pflanze werden möglichst vollständig verarbeitet. „Wir sind seit Generationen stark in der Region verwurzelt und spiegeln sie“, sagt Pürmayer. „Etwa in der Dreifaltigkeit von Gourmethotel, Fine Dining und Wirtshaus, das noch immer ein ganz wesentlicher Aspekt für uns ist.“

Immerhin hat das Bergergut eine lange Geschichte in der Region vorzuweisen: Als Betrieb dokumentiert ist es seit 1845, damals eine Kombination aus Landwirtschaft, Weberei und kleiner Gaststube. Über das 20. Jahrhundert wandelte sich das Haus zur Pension für Sommerfrischler:innen, zwischenzeitlich sogar zum Kinderhotel. In den 1990er-Jahren spezialisierte sich das Bergergut als eines der ersten Häuser seiner Art konsequent auf Paare und Entschleunigung.
„Eine Handwerksküche von der Pieke auf wie bei uns gibt es kaum noch. Es ist schön, dass das sichtbar und anerkannt wird.“
2013 eröffneten Hofer und Pürmayer das Culinariat in Hellmonsödt, ein erstes gemeinsames Restaurant, mit dem die beiden ihre Idee von Küche und Gastgeberschaft testeten. 2017 übersiedelte das Konzept vollständig ins Bergergut – und wurde nun von Gault&Millau ausgezeichnet. „Eine Handwerksküche von der Pieke auf wie bei uns gibt es kaum noch“, sagt Pürmayer. „Es ist schön, dass das mit der Auszeichnung sichtbar und anerkannt wird.“

In der Küche was erleben
In Zukunft will das Gastgeberpaar noch stärker auf Individualität und einzigartige Erlebnisse setzen. „Wir haben ganz viele Ideen, denken zum Beispiel intensiv über die Halbpension nach“, erklärt Pürmayer. „Jeden Tag ein 5-Gang-Menü oder die klassische Nachmittagsjause, diese Zeit ist vorbei. Der Gast soll zwischen mehreren Optionen wählen können und durch besondere Momente inspiriert werden.“ So nimmt Thomas Hofer Interessierte schon jetzt an seinem „Nudeltag“ mit in die Küche. Dort können sie ihn beim Handwerk beobachten – und anschließend ein kleines, frisch zubereitetes Pastagericht kosten.






Warum wurde das Bergergut zum Gourmethotel des Jahres 2027 gekürt
Gault&Millau zeichnete das Bergergut für die Küchenlinie „Mühlviertler Mund.Art“ mit drei Hauben aus. Ausschlaggebend waren laut Eva-Maria Pürmayer und Thomas Hofer die konsequente Regionalität und die Haltung dahinter.
Was ist die Küchenlinie „Mühlviertler Mund.Art“?
Die Küchenlinie von Thomas Hofer kocht konsequent regional. Nach den Prinzipien „Nose to Tail“ und „Leaf to Root“ werden Tiere und Pflanzen möglichst vollständig verarbeitet, die Zutaten kommen von Lieferant:innen sowie Bäuerinnen und Bauern aus der Region.
Ist das Bergergut ein Hotel nur für Paare?
Ja. Das Bergergut ist ein Adults-only-Hotel im oberösterreichischen Mühlviertel und hat sich bereits in den 1990er-Jahren als eines der ersten Häuser seiner Art auf Paare und Entschleunigung spezialisiert.
















