Bauernprotest in Wien am 1. April

Am 1. April zieht ein Traktorkonvoi vom Landwirtschaftsministerium bis zum Parlament. Parteipolitisch unabhängig, friedlich – und mit klaren Forderungen.
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© Bündnis Zukunft Landwirtschaft
© Bündnis Zukunft Landwirtschaft

Am Mittwoch, dem 1. April 2026, findet in Wien ein Protestzug entlang des Rings statt. Organisiert vom Bündnis Zukunft Landwirtschaft, versammeln sich Bäuerinnen und Bauern ab 13 Uhr am Stubenring 1 – vom Landwirtschaftsministerium bis zum Parlament. Die Demonstration ist parteipolitisch unabhängig und friedlich. Der Slogan: „Mit den Bauern scherzt man nicht“ – bewusst auf das Datum gemünzt. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat die Forderungen öffentlich als berechtigt bezeichnet und die Organisatoren noch vor der Kundgebung zu einem Austausch ins Ministerium eingeladen.

Das Bündnis entstand im Burgenland und organisierte im Jänner 2026 bereits einen ersten Protest in Parndorf, an dem 95 Traktoren teilnahmen. Jetzt folgt Wien.

„Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf, auf einen Blick zu sehen, wo ihr Essen herkommt.“
Die Landwirtinnen und Landwirte

Drei Forderungen an die Bundesregierung

Das Bündnis formuliert drei konkrete Forderungen.

  • 1. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln – lückenlos, in allen Bereichen, ohne Ausnahmen. Diese Forderung liege seit über 25 Jahren auf dem Tisch verschiedener Regierungen, ohne dass verbindliche Regelungen umgesetzt wurden.
  • 2. Bürokratieabbau: Die Überregulierung auf dem Weg von EU-Ebene bis zum einzelnen Betrieb erzeuge unverhältnismäßigen wirtschaftlichen und psychosozialen Druck auf den Höfen.
  • 3. Faire Rahmenbedingungen für die Zukunft: Ohne Inflationsabgeltung und Anerkennung ökosozial­er Leistungen seien Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe nicht finanzierbar.

Mercosur als Auslöser

Das EU-Mercosur-Abkommen steht im Zentrum der Kritik. Es würde Produkte auf den europäischen Markt bringen, die unter Bedingungen erzeugt werden, die in der EU verboten sind – bestimmte Pestizide, Regenwaldzerstörung, Tierhaltungsformen, die mit österreichischen Standards nicht vereinbar sind. Für heimische Betriebe entsteht damit ein Wettbewerb mit ungleichen Regeln. Österreich lehnt das Abkommen gemeinsam mit Frankreich, Polen, Irland und Belgien ab.

Mitmachen – auch ohne Traktor

Die Organisator:innen rufen ausdrücklich nicht nur Bäuerinnen und Bauern, sondern auch Konsument:innen zur Teilnahme auf. Entscheidend sei die Präsenz, nicht die Anreise mit dem Fahrzeug.

Wer mit dem Traktor anreist, kann ab ca. 11:30 Uhr einen der vier Sammeltreffpunkte nutzen: West: Auhofcenter Nord: Korneuburg Ost: Groß Enzersdorf Süd: Schwechat

Datum: Mittwoch, 1. April 2026
Beginn: 13 Uhr
Treffpunkt: Stubenring 1, 1010 Wien (Landwirtschaftsministerium)
Ziel: Parlament


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