Wer hier übernachtet, kommt auch als Reisender nach Hause. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Essen im Buxbaum Boutique Hotel alle Stückeln einer ebenso entspannten wie zeitgemäßen Wiener Frühstücks- und Jausen-Küche spielt. Die Grundlage dafür ist ein konsequent biologisches Sortiment.
„Wir versuchen die Wünsche unserer Gäste zu lesen, bevor sie da sind.” Marie-Louise Schweizer, engagierte Leiterin im Wiener Buxbaum Boutique Hotel, formuliert den Anspruch klar: Bewirtung, Qualität und Atmosphäre sollen zusammenpassen.

Im Alltag bedeutet das, Entscheidungen zu treffen, die nicht immer widerspruchsfrei sind. Das Haus baut dabei auf eine Geschichte auf, in der Bio von Anfang an gesetzt war.
„Wir haben nicht alles immer, das bringt die Saisonalität einfach mit sich.“
Bio als Betriebspraxis
An die 50 Gäste sind es tagtäglich, die im Hotel das Frühstücksangebot oder die Nachmittagsjause nützen. Seit der Übernahme durch Benjamin Buxbaum setzt man immer mehr auf Wiener Akzente: Palatschinken und Germknödel, Frittatensuppe, Würstelteller, Fiakergulasch oder Leberkäs-Semmerl stehen bei den internationalen wie nationalen Gästen hoch im Kurs. Dazu gibt es natürlich auch die breite Angebotspalette eines internationalen Frühstücks von Müsli bis Spiegelei.
Die Produkte stammen von Betrieben aus dem Wiener Umland, etwa von der Bäckerei Öfferl oder der Fleischhauerei Höllerschmied. Ein Großteil der Gerichte entsteht in der eigenen Küche, selbst Säfte werden frisch gepresst.

„Wenn sich alle bei der Arbeit wohlfühlen, dann läuft’s besser und dann lässt sich eine positive Grundstimmung auch viel authentischer an unsere Gäste vermitteln.”
Gleichzeitig setzt der Betrieb Grenzen: „Wir haben nicht alles immer, das bringt die Saisonalität einfach mit sich“, sagt Schweizer. Verfügbarkeit wird damit nicht nur organisiert, sondern auch kommuniziert.
Motivation & Altag
Auch beim Umgang mit Lebensmitteln wird nachjustiert, etwa beim Thema Food Waste. Ein ganz großes Herzensanliegen ist der Chefin und ehemaligen Fabios-Köchin Marie-Louise Schweizer auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. „Wenn sich alle bei der Arbeit wohlfühlen, dann läuft’s besser und dann lässt sich eine positive Grundstimmung auch viel authentischer an unsere Gäste vermitteln”, ist sie überzeugt.

„Ich bin wie ein Trainer, der alle motiviert.“ Denn nur so könne ein gutes, warmes Gefühl auch weitergegeben werden. Oder wie es ein US-Gast formuliert hat: „Beeing here feels like a warm hug.“ („Hier zu sein fühlt sich an wie eine herzliche Umarmung.“)
Wissen, wie’s läuft
Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt? „Mit ganz viel Kommunikation“ ebenso wie durch persönliche Erfahrung. Und um zu verstehen, wie der Hase läuft, hat sie etwa jede Station des Hauses selbst absolviert – vom Housekeeping bis zur Bar und zurück: „Wie kann ich sonst wissen, was funktioniert und was nicht?“

Ursprünglich sollte sie ja eigentlich den Job der Küchenchefin im zur Buxbaum-Gruppe gehörenden Boxwood – the Art of Steak nebenan übernehmen. Doch dann folgte der Ruf in die Hotellerie und das war tatsächlich die Erfüllung eines Kindheitstraumes: „Ich wollte immer schon ein Hotel leiten!“



















