Regionalität im Großhandel: Zwischen Radius und Verantwortung

METRO erweitert sein Bio- und „Regionah“-Sortiment. Doch was heißt Regionalität im Großhandel – und wo beginnt Verantwortung?
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Regionalität und Bio gewinnen in der Gastronomie zusehends an Bedeutung. METRO antwortet darauf mit einem Sortiment von über 1.900 Bio-Produkten und einer Aufstockung des Regionah-Sortiments. Was bedeutet Regionalität im Großhandel – und wo beginnt Verantwortung?

Regionalität ist im professionellen Einkauf längst mehr als ein Trend. Laut einer internen HoReCa-Befragung kaufen 60 % der METRO Kundinnen und Kunden auch bei regionalen Betrieben ein. Der Wunsch nach nachvollziehbarer Herkunft, kurzen Wegen und persönlicher Nähe zu Produzentinnen und Produzenten ist im Großhandel angekommen.

METRO reagiert darauf mit dem Ausbau des „Regionah“-Sortiments. Knapp 5.500 Produkte von 259 Produzent:innen sind aktuell unter diesem Label in den 16 österreichischen Großmärkten gelistet. Gekennzeichnet werden damit Lebensmittel, die aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern um den jeweiligen Standort stammen. Regionalität wird damit systematisch sichtbar gemacht – nicht als Einzelinitiative, sondern als strukturierter Bestandteil des Sortiments. 

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Kartoffel
Die Bio-Kartoffeln bezieht METRO unter anderem vom Lilienhof Preineder aus dem niederösterreichischen Lanzenkirchen.

Parallel dazu führt METRO derzeit rund 1.900 Bio-Produkte aus unterschiedlichen Warengruppen – von Obst und Gemüse über Fleisch und Fisch, Molkereiprodukte und Getränke bis zu Trockenwaren. Bio ist dabei kein Herkunftskriterium, sondern eine Produktionsweise: mit klar definierten Standards, unabhängigen Kontrollen und nachvollziehbarer Rückverfolgbarkeit.

Der beste Griff: Bio-Lebensmittel aus der Region

Dort, wo beides zusammenkommt – Regionalität und Bio –, entsteht eine besondere Qualität. Einige Beispiele aus dem Sortiment zeigen, wie diese Verbindung in der Praxis aussieht:

  • In Salzburg liefert der Gartenbau Winklhofer Bio-Kräutertöpfe, die kurze Wege mit kontrolliert biologischer Produktion verbinden. 
  • Möstl’s Sauerkrautmanufaktur in der Steiermark verarbeitet regional angebautes Gemüse zu Bio-Sauerkraut.
  • Der Lilienhof Preineder in Niederösterreich steht für Bio-Kartoffeln aus eigener Landwirtschaft.
  • Mandl’s Ziegenhof, ebenfalls in Niederösterreich, verarbeitet Bio-Ziegenmilch zu Käse- und Milchprodukten mit klarer Herkunft.
  • Pedacola aus Oberösterreich zeigt, dass auch im Getränkebereich regionale Produktion und Bio-Zertifizierung kombinierbar sind.
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Diese Betriebe stehen exemplarisch für eine Entwicklung, die auch im Großhandel an Bedeutung gewinnt: Herkunft wird nicht nur kommuniziert, sondern systematisch gekennzeichnet. Gleichzeitig wächst das Bio-Sortiment weiter – als Antwort auf eine Gastronomie, die Produktionsbedingungen zunehmend mitdenkt.

Für Profiküchen bedeutet das: Regionalität wird praktikabler. Sie lässt sich in Einkaufsprozesse integrieren, vergleichen und planen. Doch echte Verantwortung entsteht dort, wo Herkunft und Produktionsweise gemeinsam betrachtet werden.

Der Radius macht sichtbar, woher ein Produkt kommt. Die Zertifizierung zeigt, wie es erzeugt wurde. Beides zusammen schafft Orientierung – im Regal wie auf der Speisekarte.

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