Good Food for All: Eine EU‑Bürgerinitiative – und warum sie auch in Österreich wichtig ist

EU‑Bürgerinitiative „Good Food for All“: Warum leistbares, gesundes und nachhaltiges Essen politisch ist – und was eine Million Unterschriften auslösen kann.
Initiative Good Food For All
© Gaumen Hoch

„Gutes Essen“ ist in Österreich zu einer sozialen Frage geworden: Wer kann sich eine gesunde, nachhaltige Ernährung wirklich leisten – und wer nicht? Genau hier setzt die EU‑Bürgerinitiative Good Food for All an und fordert, dass die EU den Zugang zu ausreichend, gesundem und nachhaltig produziertem Essen als grundlegendes Menschenrecht anerkennt und entsprechend politisch absichert.

Was das mit Österreich zu tun hat

In Österreich prallen zwei Realitäten aufeinander: Einerseits hohe Ansprüche an Qualität (Bio, Tierwohl, Herkunft), andererseits steigen Lebenshaltungskosten – und damit die Gefahr, dass „gut essen“ zur Frage des Geldbörsels wird. Good Food for All fordert die Politik auf, Rahmen zu schaffen, damit alle Zugang zu gutem Essen haben.

Und sie berührt direkt die Landwirtschaft: Wenn Politik „gutes Essen für alle“ will, muss sie auch die Voraussetzungen schaffen, damit Bäuerinnen und Bauern fair wirtschaften können – statt dass Nachhaltigkeit und Tierwohl am Ende gegen Preisdruck ausgespielt werden.

Wie die EU‑Bürgerinitiative funktioniert

Damit die Initiative offiziell zählt, braucht es mindestens eine Million gültige Unterschriften und Mindestschwellen in mindestens sieben Mitgliedstaaten. Danach muss die EU‑Kommission die Initiative prüfen, die Organisator:innen treffen, es gibt eine öffentliche Anhörung im EU‑Parlament, und die Kommission muss öffentlich begründen, ob und wie sie reagiert.

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