Gault&Millau 2026: Dorli Muhr ist Weingut des Jahres – und erhält 100 Punkte

100 Punkte für Blaufränkisch, Weingut des Jahres: Dorli Muhr zeigt, wie viel Charakter im Wein steckt, wenn Herkunft und Handwerk den Ton angeben.
Dorli Muhr Gault&Millau 2027
© Dorli Muhr

Zwei Auszeichnungen für das Weingut Dorli Muhr in Carnuntum: Gault&Millau kürt den Betrieb zum Weingut des Jahres und vergibt 100 Punkte für den Blaufränkisch Ried Spitzerberg-Obere Spitzer 2023. Hinter dem Ergebnis stehen drei Menschen, die gemeinsam an einer klaren Vorstellung von Wein arbeiten.

Sieben Bewertungen zwischen 94 und 100 Punkten: Bei der Verkostung der aktuellen Jahrgangsserie des Weinguts Dorli Muhr fand die Jury von Gault&Millau ungewöhnlich deutliche Worte. Nach der Blindverkostung sei unter den Jurorinnen und Juroren beinahe Euphorie ausgebrochen, heißt es in der Begründung. Besonders hervorgehoben wurden die Unterschiede zwischen den einzelnen Weinlagen und deren präzise Ausarbeitung.

„Bei seriösen Blindverkostungen ist es ja so, dass die Jurorinnen und Juroren keinerlei Regung zeigen dürfen, solange bis alle ihre Bewertung abgegeben haben. Bei der Verkostung der aktuellen Serie von Dorli Muhr war das auch so. Vorerst. Nachdem letzten Wein brach aber fast Euphorie aus. Was für eine Freude, derartige Weine verkosten zu dürfen, mit so viel Spannung und Herkunft im Glas. Die Lagenunterschiede sind finessenreich herausgearbeitet, alles folgt einer Idee, die konsequent umgesetzt wird. Die Dramaturgie gipfelt in den Oberen Spitzer 2023, die Umsetzung ist so nahe am Geniestreich, dass es nur eine Schlussfolgerung geben kann: die Auszeichnung zum Weingut des Jahres.“
Die Jury von Gault&Millau

Das Ergebnis: Das Weingut Dorli Muhr in Prellenkirchen, Carnuntum, wurde zum Weingut des Jahres ausgezeichnet. Für den Blaufränkisch 2023 aus der Ried Spitzerberg-Obere Spitzer gab es zudem die Höchstwertung von 100 Gault&Millau-Punkten.

„Wir sind wahnsinnig stolz – nicht nur auf die hohen Punkte. Vor allem freuen wir uns über die warmherzige, emotionale Beschreibung der Jury, was wirklich selten vorkommt.
Aber es bestätigt uns, dass der Respekt vor unseren großartigen Lagen, die Leidenschaft und die Liebe, mit denen wir unsere Weine machen und ausbauen, tatsächlich zu schmecken ist. Dass sie nicht nur gut sind, sondern das Herz berühren. Und das ist das allergrößte Kompliment.”
Dorli Muhr

Gault&Millau: 100 Punkte für Blaufränkisch vom Spitzerberg

Der höchstbewertete Wein stammt aus der Ried Spitzerberg-Obere Spitzer 1ÖTW. Er bildet den Höhepunkt einer Serie, in der sämtliche sieben eingereichten Weine mindestens 94 Punkte erreichten.

Die Bewertungen im Überblick:

WeinPunkte
2023 Prellenkirchen Samt & Seide94
2023 Ried Kirchweingarten 1ÖTW96
2023 Ried Spitzerberg 1ÖTW96
2023 Pas de Deux Anna & Lukas97
2023 Ried Spitzerberg 1ÖTW „Liebkind“98
2023 Ried Spitzerberg-Obere Roterd 1ÖTW99
2023 Ried Spitzerberg-Obere Spitzer 1ÖTW100

Die Jury begründet ihre Entscheidung mit der Eigenständigkeit der Weine und der erkennbaren Handschrift des Weinguts. Besonders bemerkenswert sei, wie differenziert die einzelnen Lagen im Glas zum Ausdruck kommen.

Dorli Muhr, Anna Niepoort und Lukas Brandstätter: Wein als Teamarbeit

Dorli Muhr führt das Weingut gemeinsam mit ihrer Tochter Anna Niepoort und Kellermeister Lukas Brandstätter. Letzterer ist für die Umsetzung der gemeinsamen Vorstellungen im Keller verantwortlich.

Die Auszeichnung würdigt damit auch eine Zusammenarbeit, bei der die Herkunft der Trauben und der individuelle Charakter der Weinlagen im Mittelpunkt stehen.

Für Dorli Muhr ist besonders die Reaktion der Jury bedeutsam. In ihrer Mitteilung zur Auszeichnung schreibt sie, die Beschreibung bestätige das Team in seinem Respekt vor den Weinlagen und in der Sorgfalt, mit der die Weine hergestellt und ausgebaut werden.

Dass diese Arbeit bei einer Blindverkostung erkennbar wird, ist für das Weingut ein besonderer Erfolg: Die Jury bewertet die Weine, ohne deren Herkunft oder Produzent zu kennen.

Warum die Auszeichnung über 100 Punkte hinausgeht

Die Höchstwertung für einen einzelnen Blaufränkisch ist ein außergewöhnliches Ergebnis. Die Wahl zum Weingut des Jahres bezieht sich jedoch auf die gesamte verkostete Serie.

In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass die Lagenunterschiede differenziert herausgearbeitet seien und alle Weine einer konsequent umgesetzten Idee folgten. Die Auszeichnung würdigt damit die Arbeit über mehrere Weine hinweg – vom Prellenkirchner Samt & Seide bis zum Oberen Spitzer.

Für das Weingut Dorli Muhr ist das eine Anerkennung seiner Arbeit mit den unterschiedlichen Lagen in Carnuntum. Die 100 Punkte stehen am Ende einer Serie, deren Zusammenhang für die Jury ebenso ausschlaggebend war wie ihr höchstbewerteter Wein.

Neu bei Gaumen Hoch

Unsere Bewegung wächst: Um Menschen, die Lebensmittel verantwortungsbewusst herstellen oder verarbeiten. Und uns inspirieren, uns gesünder zu ernähren.

UNSER NEWSLETTER

Werde jetzt Teil unserer Bewegung und melde dich für unseren kostenlosen Newsletter an!

Mit deiner Anmeldung erlaubst du die regelmäßige Zusendung eines Newsletters und akzeptierst die Bestimmungen zum Datenschutz.