5 zentrale Erkenntnisse vom ersten Gaumen Hoch-Symposium

Von Vernetzung bis Veränderung: Zum Abschluss von zwei intensiven Tagen zogen die Expert:innen Bilanz. Was wir mitnehmen.
Gaumen Hoch Symposium
@ Gaumen Hoch
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Gaumen Hoch Symposium

Am 7. und 8. Oktober 2026 wurde in der Reitschule Grafenegg über die Zukunft unseres Ernährungssystems gesprochen. Zum Abschluss des ersten Gaumen Hoch-Symposiums lud Gaumen Hoch-Gründerin Alexandra Seyer-Gmeinbauer noch einmal Kurator Martin Grassberger sowie die Speaker:innen Sabrina Leal Garcia (MedUni Graz), Bio-Bauer Alfred Grand, Sabine Pümpel (Austria Wirtschaftsservice) und Bio-Botschafter Mathias Gorfer zu einer Gesprächsrunde auf die Bühne und fragte: Was ist die Quintessenz aus diesen zwei wertvollen Tagen – und was bleibt, das inspiriert, motiviert und verändert?

Das sind fünf zentrale Erkenntnisse vom ersten Gaumen Hoch-Symposium.

1. Vernetzung mit Gleichgesinnten ohne Hürden

 „Wir müssen weg von einer Transaktionslogik und hin zu einer Beziehungslogik”, sagte Sabine Pümpel. Damit sprach sie die Vernetzung unterschiedlicher Akteur:innen und Gruppen an sowie das große Ganze, das daraus entstünde. Orte und Veranstaltungen wie das Gaumen Hoch-Symposium seien die „Akupunkturpunkte”, die das System so dringend brauche. Und auch unter den Gästen war vielerorts zu hören: Das Gaumen Hoch-Symposium ermögliche spannende neue Kontakte innerhalb und außerhalb der eigenen Branche und schaffe die Möglichkeit, niederschwellig und direkt ins Gespräch zu kommen.

2. Bestätigung von außergewöhnlicher Pionierarbeit

Bio-Bauer Alfred Grand bewirtschaftet seinen Forschungs- und Demonstrationsbauernhof seit rund 20 Jahren biologisch und erlebte das Symposium als Bestätigung: “Es ist schön, auf eine Bio-Veranstaltung zu kommen, weil der positive Spin einfach da ist und man sich in dem, was man tut, bestätigt fühlt.” Mitgenommen hat er auch den Antrieb und die Inspiration, nächste Schritte zu setzen und gemeinsam mit Partner:innen neue Projekte mutig anzugehen. „Das Netzwerk ist nun da”, so Grand.

3. Vielfalt schafft Potenzial

Für die Psychiaterin Sabrina Leal Garcia von der MedUni Graz steht fest: Ernährung spielt eine zentrale Rolle, denn alle Menschen auf der Welt müssen essen. Für sie lag der Wert der zwei Tage im gemeinsamen Geist bei unterschiedlichen Perspektiven auf unser Ernährungssystem und seine Chancen: „Wir arbeiten an derselben Sache mit ganz unterschiedlichen Zugängen. So ähnlich wie beim Mikrobiom ist auch hier die hohe Diversität extrem wichtig. Sie schafft großes Potenzial.” 

4. Ernährungssystem als starkes Metathema

Immer wieder wurde am Symposium über systemisches Denken referiert und diskutiert. Sabine Pümpel dazu: „Energie und Mobilität etwa sind in den Ministerien als Metathemen angekommen, das Foodsystem wird noch immer primär der Landwirtschaft zugerechnet. Dabei ist es wesentlich größer.” Es habe sicherheits- und wirtschaftspolitische Relevanz und berühre die unterschiedlichsten Bereiche. Daher brauche es Brücken zwischen den Disziplinen und eine gemeinsame, starke Stimme der beteiligten Akteur:innen. 

5. Jede:r kann Veränderung anstoßen

Kurator Martin Grassberger sprach zum Abschluss eine Einladung an alle Gäste des Symposiums aus: „Das Wichtigste ist, dass wir das Gehörte jetzt weitertragen und überlegen: Wie können wir, jede und jeder Einzelne von uns, in unserem direkten Umfeld wirksam werden und etwas verändern.”




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