Ungenutzte landwirtschaftliche Flächen kennt jeder. Manchmal dient das eine oder andere Ruhejahr bei intensiv bewirtschafteten Böden der Regeneration. Doch viel zu oft liegen Flächen über Jahre einfach brach. Gerade klein strukturierte Wiesen fallen dabei oft durch das Raster der Landwirtschaft.

Das ändern und dabei vor allem kleinen Marktgärtnerei-Projekten den Start ins Leben ermöglichen möchte der neue „Flächenfinder“ auf perspektive-landwirtschaft.at. Mit diesem steht ab sofort eine Plattform zur Verfügung, die ungenutzte Flächen mit Menschen vernetzt, die landwirtschaftliche Projekte umsetzen möchten. Gesucht und angeboten werden können unterschiedlichste Flächen – von kleinen Parzellen für die angesprochene Marktgärtnerei bis hin zu Weideflächen oder Grundstücken für Naturschutzprojekte.
Fokus auf kleinstrukturierte Landwirtschaft
Der Flächenfinder richtet sich dabei bewusst nicht nur an Landwirt:innen. Auch Personen mit ungenutztem Bauland, brachliegenden Grundstücken oder geerbten Äckern können ihre Flächen zur Verfügung stellen. Ziel ist es, kleinstrukturierte Landwirtschaft zu fördern und neue Nutzungsmöglichkeiten für bisher ungenutzte Flächen sichtbar zu machen.
Die Plattform nennt dabei unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten: Neben Gemüsebau und Imkerei spielt auch die Weidewirtschaft eine wichtige Rolle. So sollen etwa Flächen für die extensive Beweidung von Streuobstwiesen oder neue Herden für Almen vermittelt werden.
Beweidung als Beitrag zum Naturschutz
Für die Verantwortlichen des Vereins steht dabei auch die Bedeutung der Beweidung für Landschaftspflege und Naturschutz im Mittelpunkt. Extensive Weidehaltung könne demnach zur Pflege von Streuobstwiesen beitragen und eine wichtige Rolle für den Erhalt vielfältiger Kulturlandschaften spielen.

















