Inge Daberers Waldpesto

Lindenblätter, Haselnussblätter, Fichtenwipfel: Wildkräuterexpertin Inge Daberers Pesto kommt ohne Käse aus – und ohne Basilikum.
Inge Daberers Waldpesto
© Gaumen Hoch

Für ein Pesto braucht es kein Basilikum aus dem Supermarkt und keinen Parmesan. Inge Daberer macht ihres aus dem, was gerade im Wald wächst: Lindenblätter, Haselnussblätter, die Blätter von Himbeere, Erdbeere und Brombeere als neutrale Basis, dazu Fichtenwipfel und Birkenblätter für die Schärfe. Käse kommt bewusst keiner hinein, ohne schmeckt das Pesto laut Daberer am intensivsten. Geröstete Haselnüsse und Zitronensaft runden ab.

Zubereitung

© Gaumen Hoch
Inge Daberers Waldpesto
  • Blätter mit frischer, saftig-grüner Konsistenz verwenden. Nach der Ernte gründlich waschen und auf einem Tuch trocknen lassen (ca. 2 – 3 Stunden).
  • Nüsse in der Moulinette fein zerkleinern, anschließend trockene Kräuter sowie Zitronensaft hinzufügen. Nach und nach das Öl einarbeiten, bis eine cremige Pestokonsistenz entsteht.
  • Pesto in sterile Gläser füllen, mit einer dünnen Schicht Öl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren.
  • Zum Servieren Schafskäse auf Lindenblättern anrichten, einen Löffel Pesto darauf geben und mit Fichtensprossen verfeinern.

Verantwortungsbewusst genießen. Am besten schmeckt’s mit regionalen und saisonalen Bio-Lebensmitteln. Wenn es dir möglich ist, kauf direkt bei biozertifizierten Produzentinnen und Produzenten ein, frag am Markt nach bio oder achte im Supermarkt auf das EU-Bio-Siegel oder Siegel, die darüber hinausgehen, wie zum Beispiel Bio Austria, Demeter, Ja Natürlich, Erde & Saat oder Bioland. Wann ist etwas wirklich bio?

Cover Magazin 3
© Gaumen Hoch

Ein Artikel aus unserem neuen
Kulinarikmagazin.

Mit dem Magazin Gaumen Hoch hält eine kulinarische Stimme Einzug, die Genussmenschen und Bewusste gleichermaßen inspiriert und informiert. Hier trifft intellektuelle Neugier auf die Freude am guten Essen: Das Magazin lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch die Welt gesunder, saisonaler und biologisch-regionaler Lebensmittel. Es stellt Pionier:innen vor, die mit Leidenschaft Wandel gestalten, und bietet Orientierung im Dschungel der Nachhaltigkeitslabels. Ob inspirierende Rezepte, kluge Einblicke in aktuelle Entwicklungen oder Porträts engagierter Persönlichkeiten: Gaumen Hoch verbindet Wissensdurst mit Lebenslust und macht nachhaltigen Genuss zum Erlebnis für Kopf und Gaumen.

Die Ausgabe liegt kostenlos in allen Gaumen Hoch-Mitgliedsbetrieben auf (solange der Vorrat reicht). Hier kannst du das Magazin online lesen.

Zutaten

  • 2 Fäustchen Lindenblätter
  • 2 Fäustchen Haselnussblätter
  • 2 Fäustchen Himbeerblätter
  • 2 Fäustchen Erdbeerblätter
  • 2 Fäustchen Brombeerblätter
  • 1 Fäustchen Fichtenwipfel (plus einige für die Garnitur)
  • 1/4 Fäustchen Birkenblätter
  • 1/4 Fäustchen Schwarzbeerblätter
  • 1/2 Zitrone Saft
  • 1 Fäustchen Haselnüsse (leicht im Ofen angeröstet)
  • Haselnussöl

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