Wenn die Sonne tiefer steht und die Schatten länger werden, verändert sich auch die Art, wie wir essen. Leichtigkeit bleibt, Übermaß verschwindet. Gerade jetzt entfalten Bio-Restaurants am See und Fluss ihre besondere Magie: Sie verbinden regionale Herkunft mit einem Naturraum, der uns lehrt, dass Genuss immer auch eine Frage von Respekt ist.
Mangold

Dreiländereck. Deutschland, Schweiz und Österreich. Das kleinste Stück des Ufers, etwa 28 Kilometer, zählt zu Österreich. 28 Kilometer Ufer, an dem auch der Ort Lochau Platz findet, in dessen Herzen das Restaurant Mangold sitzt. Bereits seit 1870 betreibt die Familie von Andrea und Michael Schwarzenbacher das Lokal. Gemeinsam mit dem rund 20-köpfigen Team setzen sie hier auf Bio-Produkte, Saisonalität und ein bisschen Dolce Vita. Dieses Gefühl unterstreicht nach dem Essen dann auch nochmal der Blick über den Bodensee. Versprochen.
Mangold | Pfänderstraße 3, 6911 Lochau | Zum Betrieb
Moritz Bio-Restaurant
Zugegeben, Hohenems liegt nicht direkt am Bodensee. Mit dem Auto sind es 15 bis 20 Minuten nach Bregenz. Aber wer einmal im Restaurant von Stefanie und Marc Brugger gespeist hat, der nimmt diesen kleinen Weg zum Wasser gerne auf sich. Ursprünglich stammen die beiden Betreiber:innen des Moritz Bio-Restaurants aus der Kommunikationsbranche. Heute zeigen sie gemeinsam mit Küchenchef Roland König, wie 100 Prozent biologische Küche funktionieren und vor allem schmecken kann.
Moritz Bio-Restaurant | Schulgasse 1, 6845 Hohenems | Zum Betrieb
Café & Restaurant EQ
Direkt am wunderschönen Wolfgangsee auf oberösterreichischer Seite liegt das Café & Restaurant EQ. Im von Mario Mischelin betriebenen Restaurant kredenzen Chefkoch Mario Köstl und sein Team frischen Fisch direkt aus dem angrenzenden Nass und Wild vom Schafberg. Das Ganze garniert mit der unglaublichen Aussicht von der Terrasse über den Wolfgangsee. Neben Fisch- und Wildfans kommen übrigens auch Vegetarier:innen hier voll auf ihre Kosten.
Café & Restaurant EQ | Markt 35, 5360 St. Wolfgang im Salzkammergut | Zum Betrieb
Bootshaus im „Das Traunsee – Das Hotel zum See“
Das Bootshaus im Hotel Traunsee zählt zweifelsohne zu den kulinarischen Top-Adressen Österreichs. Küchenchef Lukas Nagl und sein Team erkochten unlängst einen Stern im Guide Michelin und erhielten darüber hinaus auch den grünen Stern für nachhaltiges Arbeiten von Inspektor:innen. Ebenfalls mit direktem Seeblick gesegnet, gibt das Bootshaus zudem den Blick frei auf den malerisch gelegenen Traunstein. Für Wasserratten bietet das Hotel außerdem einen eigenen Badesteg.
Bootshaus im „Das Traunsee – Das Hotel zum See“ | Klosterplatz 4, 4801 Traunkirchen | Zum Betrieb
Bio-Hotel Gralhof
Neusach am Weißensee. Hier übernahmen Corinna und Michael Knaller 2011 den Betrieb von Michaels Eltern. Bio als Betriebsphilosophie führte bereits Michaels Schwester Almut ein, die den Betrieb bis 2006 führte. Corinna und Michael bauten diese Philosophie immer weiter aus, bis sie bei 100 Prozent ankamen. Der Weißensee ist dank seiner eher kühlen Lage bereits seit Ewigkeiten ein beliebtes Ziel von Wiener:innen für ihre Sommerfrische. Auch dank des kulinarischen Angebots im Gralhof wird die Beliebtheit in den kommenden Jahren sicher nicht zurückgehen.
Bio-Hotel Gralhof | Neusach 7, 9762 Neusach | Zum Betrieb
Seebauer am Gleinkersee
Einen unglaublich idyllischen Ort zum Leben und Arbeiten haben sich Gunda und Klaus Dutzler ausgesucht. Der Gleinkersee in Oberösterreich unweit der steirischen Grenze ist nicht riesig – man umrundet ihn zu Fuß in etwa einer halben Stunde – aber ein echter Schatz. Naturbelassen mit schattigen Waldwegen, die direkt ans Ufer heranreichen. Kombiniert mit einem Abstecher zum biofokussierten Ausflugslokal Seebauer ein perfekter Tag.
Seebauer am Gleinkersee | Gleinkersee 2, 4575 Roßleithen | Zum Betrieb
Bär & Schaf Wirtschaft
Wir reisen in den Süden Österreichs. In Völkermarkt am Völkermarkter Stausee planten Martin Nuart und Philipp Medved einst ein Pop-Up. Das leerstehende Kulturgasthaus Prinz Johann zumindest zeitweise mit Leben füllen – das war das Ziel. Daraus geworden ist etwas viel Größeres: nämlich eine Gastwirtschaft, die von Juni bis September und von Oktober bis Dezember geöffnet ist. Saisonale und regionale Bio-Lebensmittel, serviert auf „zusammengeklaubtem“ Geschirr von der Caritas und dem Together-Verein in Völkermarkt, bescheren den Gästen hier unweit des Wassers einen unvergesslichen Besuch.
Bär & Schaf Wirtschaft | 2. Mai-Straße 18, 9100 Völkermarkt | Zum Betrieb
Restaurant Libelle
Breitenbrunn am Neusiedlersee. Der See des Burgenlands. Hier können die Gäste vom Restaurant Libelle über den Steg direkt ins Wasser springen. Das im ersten Stock des 2024 eröffneten Marina-Gebäudes liegende Restaurant verfolgt den Ansatz, asiatische Küche mit pannonischen Einflüssen zu kombinieren, und setzt dabei auf Zutaten aus der Region. Der Fisch stammt beispielsweise direkt aus dem angrenzenden Neusiedlersee – zu dem der Eintritt über das Strandbad übrigens frei ist.
Restaurant Libelle | Seebad, 7091 Breitenbrunn | Zum Betrieb
Strandbad Drosendorf
Nicht an einem See gelegen, aber der Name verrät es, dennoch jede Menge Badespaß garantiert das Strandbad Rosendorf. Unweit der tschechischen Grenze an der Thaya gelegen, bietet Elisabeth Ruckser Sommerfrische der besonderen Art. Die Journalistin und Autorin bezieht die meisten Produkte aus der Region – natürlich in Bio-Qualität – und bietet damit so gar nicht das ungesunde, oft fettige Essen, das man im Schwimmbad meist findet. Selbst gebackenes Brot, Linsensalat, Hummus, gegrilltes Gemüse und zum Abschluss ein Stück Kuchen. Kann es etwas Schöneres geben?
Strandbad Drosendorf | Sebastian-Kneipp-Platz 1, 2095 Drosendorf Stadt | Zum Betrieb